4. August 20253 Minutes

America First  an der Börse gilt das schon lange

Die USA stellen rund zwei Drittel der weltweiten Börsenkapitalisierung. Ein Rekordwert? Nein. Zwischen 1950 und 1970 lag der US-Anteil über weite Strecken auf ähnlich hohem, teils sogar höherem Niveau, zeigt eine Analyse von Pascal Kielkopf. Ein Grund US-Aktien zu verkaufen? Auch nicht. Warum, erklärt Chief Investment Officer Christian Subbe.

Vor 1975 Jahreswerte, danach Monatswerte | Quelle: LSEG, HQ Trust Research.

Pascal Kielkopf, Kapitalmarktanalyst von HQ Trust, untersuchte die Entwicklung der Börsenwerte der größten Anlageregionen: USA, Europa, Japan, Kanada, die Pazifikregion sowie die Schwellenländer. Seine Untersuchung umfasst mehr als 70 Jahre – den Zeitraum von Januar 1950 bis Juli 2025 – und zeigt, wie sich die Gewichte im globalen Aktienuniversum verschoben haben.

  • „Die Dominanz der USA am globalen Aktienmarkt ist kein neues Phänomen – sie reicht weit zurück.“
  • „Zwischen 1950 und 1970 hatten die USA sogar ein noch höheres Gewicht am Weltaktienmarkt. In der Spitze lag der Anteil bei 71,7 %.“
  • „Sieht man von einer kurzen Phase Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre ab, in der japanische Aktien den höchsten Börsenwert hatten, rangierten die US-Unternehmen immer an der Spitze der Länder und Regionen.“
  • „Schaut man auf den Anteil an den globalen Unternehmensgewinnen ist diese Dominanz auch gerechtfertigt: Im untersuchten Zeitraum lagen die US-Firmen stets auf Platz eins. Aktuell liegt der US-Anteil hier bei rund 52,5 %.“

Wie sieht es in den anderen Regionen aus?

  • „Bemerkenswert ist, wie stark der Anteil der europäischen Aktien am globalen Börsenwert gefallen ist: Um die Jahrtausendwende lag dieser Wert noch oberhalb von 30 %. Aktuell sind es noch nicht einmal 15 %.“
  • „Japan traf es sogar noch härter: Aus den 43,8 % im Jahr 1988 sind aktuell magere 4,9 % geworden.“
  • „Trotz eines deutlichen Anstiegs bleibt der Anteil der Schwellenländer an der globalen Marktkapitalisierung im Verhältnis zu ihrem Anteil am Welt-BIP weiterhin niedrig – vor allem wegen der höheren politischen Risiken.“

Was HQ Trust derzeit von US-Aktien hält, erklärt CIO Christian Subbe:

  • „Kurzfristig sprechen protektionistische Tendenzen, fiskalische Risiken und hohe Bewertung für eine taktische Untergewichtung der USA.“
  • „Eine solche taktische Positionierung reduziert gleichzeitig das direkte Währungsrisiko gegenüber dem US-Dollar.“
  • „Strategisch raten wir auch weiterhin zu einer substanziellen US-Allokation. Eine dauerhafte Untergewichtung birgt ein strukturelles Performance-Risiko.“
  • „Die USA verfügen über strukturelle Vorteile wie Technologieführerschaft, Investitionsstärke und global aufgestellte Unternehmen. Zudem treiben US-Firmen zentrale Megatrends voran – unverzichtbar für langfristig orientierte Investoren.“

Bitte beachten Sie: Die Vermögensanlage an den Kapitalmärkten ist mit Risiken verbunden und kann im Extremfall zum Verlust des gesamten eingesetzten Kapitals führen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für die Wertentwicklung in der Zukunft. Auch Prognosen haben keine verlässliche Aussagekraft für künftige Wertentwicklungen. Die Darstellung ist keine Anlage-, Rechts- und/oder Steuerberatung. Alle Inhalte auf unserer Webseite dienen lediglich der Information. 

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