15. Dezember 20253 Minutes

Was es gekostet hat, nicht in die Magnificent 7 investiert zu sein

An den Kapitalmärkten wird seit Jahren darüber diskutiert, ob Aktienindizes zu stark von wenigen Aktien abhängen. Die Debatte ist zweifellos richtig, allerdings sollten Investoren sich auch die andere Frage stellen: Was hätte es gekostet, die Magnificent 7 zu meiden? Die Analyse von Pascal Kielkopf liefert eine klare Antwort.

* Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Nvidia & Tesla | Quelle: LSEG, HQ Trust Research.

In seiner Untersuchung vergleicht der Kapitalmarktanalyst von HQ Trust die Euro-Performance der als Magnificent 7 bekannten Tech-Giganten Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, Meta, Nvidia, Tesla mit der des marktbreiten Aktienindex MSCI ACWI – sowie dem MSCI ACWI ohne diese auch Mag7 genannten Werte. Der Betrachtungszeitraum umfasst die vergangenen fünf Jahre und reicht von Anfang 2020 bis Mitte Dezember 2025.

 

  • „In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Weltaktienmarkt sehr erfreulich entwickelt: Der MSCI ACWI kam in diesem Zeitraum auf ein Plus von 94 %. Das sind 11,8 % pro Jahr.“
  • „Allerdings war diese Performance von wenigen Aktien getrieben. Die Magnificent 7 lieferten im gleichen Zeitraum eine Euro-Performance von 341 % – hohe 28,4 % p.a.“
  • „Rechnet man die sogenannten Mag 7 aus dem MSCI ACWI heraus, lag dessen Zuwachs nur noch bei 70 %.“
  • „Anleger, die bewusst auf die sieben Tech-Giganten verzichtet hätten, wären in diesen fünf Jahren damit rund 24 % hinter dem Gesamtmarkt zurückgeblieben.“

Zu den Hintergründen sagt Pascal Kielkopf:

    • „Die Opportunitätskosten des Nicht-Investiert-Seins werden in der öffentlichen Diskussion systematisch unterschätzt.“
    • „Wer aus Sorge vor Konzentration oder aus regionalen Präferenzen – etwa dem Anfang 2025 populären Europa-Optimismus – die Magnificent 7 gemieden hat, hat dafür einen relativ hohen Preis gezahlt.“
    • „Im Gegenzug heißt das natürlich nicht, dass Anleger alles auf wenige Karten setzen sollten.“
    • „Die Balance zwischen Diversifikation und der Teilhabe an strukturellen Wachstumstreibern bleibt der Schlüssel für langfristigen Anlageerfolg.“

Was Christian Subbe, Chief Investment Officer von HQ Trust, Anlegerinnen und Anlegern rät:

  • „Die vergangenen Jahre zeigen: Nicht investieren ist auch eine Entscheidung – und manches Mal ist es die teuerste.“
  • „Investoren sollten Extreme vermeiden. 0 % in den Mag7 sind genauso wenig sinnvoll wie All‑in zu gehen. Ein ausbalanciertes Exposure reduziert auch das Portfoliorisiko.“
  • „Dazu gehört auch das Rebalancing konsequent umzusetzen und zu vorher festgelegten, sinnvollen Quoten zurückzukehren. Neben absoluten Zahlen können hier auch Rebalancing‑Korridore helfen.“
  • „Langfristiger Erfolg entsteht aus robuster Allokation, Risikobudget und Geduld – nicht aus Wetten auf einen einzigen Stil oder Sektor.“

Bitte beachten Sie: Die Vermögensanlage an den Kapitalmärkten ist mit Risiken verbunden und kann im Extremfall zum Verlust des gesamten eingesetzten Kapitals führen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für die Wertentwicklung in der Zukunft. Auch Prognosen haben keine verlässliche Aussagekraft für künftige Wertentwicklungen. Die Darstellung ist keine Anlage-, Rechts- und/oder Steuerberatung. Alle Inhalte auf unserer Webseite dienen lediglich der Information. 

Newsletter

Mit dem Newsletter von HQ Trust erhalten Sie jeden Monat wichtige Informationen zu den Kapitalmärkten und erfahren Wissenswertes rund um die Themenbereiche Family Office, Alternative Investments und Vermögensverwaltung.

Bad Homburg
Am Pilgerrain 17
61352 Bad Homburg v. d. Höhe

Ihr Weg zu uns

+49 6172 402 850
kontakt@hqtrust.de

Düsseldorf
Kaistraße 8
40221 Düsseldorf

Ihr Weg zu uns

+49 211 311 979 0
kontakt@hqtrust.de

Berlin

Kurfürstendamm 15
10719 Berlin

Ihr Weg zu uns

+49 30 220 131 161
kontakt@hqtrust.de