8. September 20254 Minutes

Dividendenindizes: vom Europa-Schwerpunkt zur US-Dominanz

Wenn Investoren darüber nachdenken, einen Fonds oder ETF auf einen globalen Dividendenindex zu kaufen, haben viele dieses Bild vor Augen: einen Schwerpunkt auf europäische Aktien sowie breit gestreute Sektor-Investments. Das ist allerdings das Bild des Jahres 2015. Eine Analyse von Sebastian Dörr zeigt, dass sich seitdem viel verändert hat.

Zeitraum: Jul 2015 – Jul 2025 | Quelle: Morningstar, HQ Trust Research.

Der Kapitalmarktanalyst von HQ Trust betrachtet in seiner neuen Untersuchung die regionale und sektorale Zusammensetzung des S&P Global Dividend Aristocrats im Zeitverlauf. Sebastian Dörr erklärt, wie sich in diesem weltweiten Dividendenindex die Aufteilung des Kapitals auf die vier großen Anlageregionen Nordamerika, Europa, Pazifik sowie die Schwellenländer in der vergangenen Dekade entwickelt hat. Das gleiche Vorgehen wählte der Analyst mit Blick auf die elf Sektoren – von Basis- bis zyklischem Konsum. Die Untersuchung umfasst den Zeitraum von Juli 2015 bis Juli 2025.

So hat sich die regionale Aufteilung verändert:

  • „Dass Investoren mit einem Dividendenindex vor allem auf europäische Aktien setzen, trifft schon seit mehreren Jahren nicht mehr zu.“
  • „Seit 2019 war der Anteil nordamerikanischer Aktien durchweg höher als der Anteil europäischer Titel. Aktuell entfallen gar 57,5 % des Index auf nordamerikanische Unternehmen.“
  • „Der Zuwachs Nordamerikas geht vor allem zu Lasten europäischer Werte, deren Anteil sich in den vergangenen zehn Jahren in etwa halbiert hat.“
  • „Die Anteile der beiden anderen Anlageregionen – Pazifik und Schwellenländer – war in den vergangenen zehn Jahren dagegen relativ konstant.“
  • „Der Beitrag zur regionalen Diversifikation fällt somit eventuell wesentlich geringer aus, als Investoren bei Hinzunahme einer globalen Dividendenstrategie vermuten könnten.“

So hat sich die sektorale Aufteilung verändert:

  • „Auf den ersten Blick waren die Veränderungen bei den Branchen gar nicht so groß: Damals wie heute hießen die beiden größten Sektoren Finanzen und Versorger.“
  • „Die Zusammensetzung hat sich trotzdem spürbar verändert: Im Jahr 2015 kamen sechs der elf Sektoren auf ein Gewicht von mehr als 10 %. Heute kommen nur noch drei Sektoren über diese Marke.“
  • „Vor zehn Jahren entfielen mit 31,5 % weniger als ein Drittel des Portfolios auf die beiden größten Sektoren. Heute liegt dieser Wert bei 44 %.“
  • „Wenig überraschen wird Investoren, dass sie kaum auf Technologieaktien setzen, wenn sie einen Dividendenfonds oder -ETF kaufen. Dass deren Anteil allerdings nicht einmal 1 % beträgt, vielleicht schon.“

Was Sebastian Dörr Anlegerinnen und Anlegern rät:

  • „Wie bei allen Anlagen gilt auch hier, dass sich Investoren ausführlich mit dem Produkt beschäftigen sollten, bevor sie einsteigen und die Anlage auch danach immer wieder überprüfen sollten.“
  • „Insbesondere sollten sie darauf achten, Klumpenrisiken im Portfolio nicht zusätzlich zu erhöhen.“
  • „Wer bereits einen hohen US-Anteil hat, streut mit Produkten mit einem anderen regionalen Schwerpunkt besser.“
  • „Das Gleiche gilt für die Sektoren: Ob der Anteil der Versorger bei 3 oder bei 24 % liegt, könnte für ein Portfolio einen Unterschied machen. Beides war in den vergangenen zehn Jahren möglich.“

Bitte beachten Sie: Die Vermögensanlage an den Kapitalmärkten ist mit Risiken verbunden und kann im Extremfall zum Verlust des gesamten eingesetzten Kapitals führen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für die Wertentwicklung in der Zukunft. Auch Prognosen haben keine verlässliche Aussagekraft für künftige Wertentwicklungen. Die Darstellung ist keine Anlage-, Rechts- und/oder Steuerberatung. Alle Inhalte auf unserer Webseite dienen lediglich der Information. 

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